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Ein verschollen geglaubter Schatz aus dem Keller – und seine Reise nach Tettnang

Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die man nicht erfinden könnte. Eine solche Geschichte begann im Seniorenzentrum St. Anna in Munderkingen – genauer gesagt: im Keller.
Dort entdeckten Mitarbeitende zufällig ein älteres Ölgemälde. Zunächst ahnte niemand, welch bedeutender Fund hier im Regal zwischen anderem Inventar ruhte.

Nach gründlicher Recherche stand fest: Es handelt sich um ein Original des Künstlers Fidelis Bentele (1891–1968), einem Kirchen- und Kunstmaler aus dem Bodenseeraum. Sein Werk „Maria Verkündigung“ war in keinem offiziellen Verzeichnis aufgeführt – ein echter Überraschungsfund und kunsthistorisch spannend.

Parallel dazu plante der Museums- und Heimatkundeverein Tettnang eine große Sonderausstellung zu Leben und Werk von Fidelis Bentele. Dessen Vorsitzender, Gisbert Hoffmann, wurde auf unseren Fund aufmerksam – und die Freude auf beiden Seiten war groß. Nach mehreren Besuchen und einem wertschätzenden Austausch stand fest:
Das Bild sollte Teil der Ausstellung werden – und dauerhaft einen würdigen Platz finden.

Der Museumsverein erwarb das Gemälde vom Seniorenzentrum. Der Erlös kommt den Bewohnerinnen und Bewohnern zugute, und das Kunstwerk selbst ist nun öffentlich zugänglich und in die Gesamtschau eingebettet. Wer die Ausstellung besucht, findet dort auch einen Hinweis auf seinen Fundort: das Seniorenzentrum St. Anna in Munderkingen.

Für uns bleibt diese Geschichte ein kleines Adventswunder – nicht nur, weil ein vergessenes Gemälde zu neuem Glanz gelangt ist, sondern weil sie zeigt, welche Schätze sich manchmal ganz unerwartet heben lassen.

Unser Dank gilt Herrn Hoffmann und dem Museums- und Heimatkundeverein Tettnang für die hervorragende Zusammenarbeit und den respektvollen Umgang mit dem Fund.

Wer neugierig geworden ist:
Ein Besuch der Ausstellung in Tettnang lohnt sich – für Kulturfreunde ebenso wie für alle, die sich von einem Stück unerwartet lebendig gewordener Geschichte berühren lassen möchten.